Deutsche Meisterschaften – ein Kurzbericht

Zu den Deutschen Meisterschaften wird man vom Landestrainer nominiert. Er bestimmt anhand der Schießtechnik, wer am wahrscheinlichsten in die Endrunde kommen kann – also unter die 16 Besten deutschen Schützen.

Somit ist die Nominierung von drei unserer Schützen eine große Ehre und Leistung. Zu den Kyumeisterschaften gibt es meist eine Empfehlung vom Landestrainer. Wobei Frank es dann auch noch geschaft hat in die Manschaft nominiert zu werden.

Insgesamt nahmen an der Deutschen Einzelmeisterschaft 35 Schützen teil. In der ersten Runde ermittelt die Stilbewertung von 5 Jury-Mitgliedern die 16 besten Schützen.

Dabei erreichte Andrea den 23. Platz und verpasste – wie auch Thomas, dem der erste Pfeil leider entglitten ist – die Meisterschaften.

Steffi erreichte mit 25 Punkten Platz 14 und schaffte es bis in die erste Runde im Stechen.

Den besten Stil bewies Simon, ehemaliges Mitglied und nun aktiv im Kyudo Dojo Berlin e.V. mit 27 Punkten.

Die Berliner Mannschaft erreichte Platz 6, bei 9 teilnehmenden Mannschaften. Gestartet haben Boris, Thomas und Walter. Ab der zweiten Runde schoß Frank für Boris mit. Es wurden 3 x 4 Pfeile geschossen und sie haben 14 Treffer erreicht.

Bei den Kyumeisterschaften erreichte Frank Platz 8 im Stilpreis und landete mit 5 von 10 Treffern auf Platz 4.

Foto:Walter

(AK)

Wettkampf-Marathon

Derzeit reiht sich ein Wettkampf an den anderen. Letztes Wochenende fand in Frankfurt am Main das internationale Heki Taikai statt. Hier kann aus jedem Verein eine Manschaft antreten und misst sich dabei mit anderen Kyujin aus den verschiedensten Ländern. Dieses Jahr nahmen unter anderem deutsche, italienische, östereichische und polnische Mannschaften teil.

Dieses Wochenende finden in Karlsruhe die Deutschen Einzelmeisterschaften, – Mannschaftsmeisterschaften, -Sempaimeisterschaften und -Kyumeisterschaften statt. Dafür dürfen aus jedem Bundesland eine Mannschaft und 5 Einzelmeister nominiert werden. Also ist schon die Nominierung eine große Ehre. An der Kyumeisterschaft gibt es glücklicherweise keine Teilnehmerbegrenzung. Für die Einzelmeisterschaft wurde aus unserem Verein Thomas, Steffi und Andrea nominiert. Außerdem für die Manschaft noch einmal Thomas und Frank, der wiederum an der Kyumeisterschaft teilnehmen wird.

Also kräftig Daumen drücken!

Am darauffolgenden Wochenende findet dann das TiB Taikai statt. Dazu kann jeder gerne zuschauen kommen.

Jubiläum 30 Jahre Kyudo

Am Sonntag den 3.6.2018 jährte sich Wolfgangs Kyudoleben zum 30zigsten mal. Wir gratulieren ihm zu seinem Durchhaltevermögen, seinen vielen Erfolgen, die bis heute anhalten und die beachtliche Leistung in seinem hohen Alter nach wie vor aktiv sein Kyudo-Leben zu gestallten.

Du bist uns allen ein Vorbild! Vielen Dank dafür und wir wünschen noch viele weitere Kyudo-Jahre!

Meiji-Dojo

Wissenswertes über den Meiji … ANKF Hinweis oder so …

Mehr Informationen auf

http://www.meijijingu.or.jp/english/shiseikan/1.html

IKYF Seite:

http://www.ikyf.org/index.html

Fotos: Andrea

(AK)

Sanjūsangen-dō – ein Hauch Japan

Zum Kyudo gehört ja bekanntlich mehr als einfach nur auf ein Ziel zu schießen, die richtige Technik sollte man dabei auch anwenden und möglichst auch den eigenen Geist in sein Training mit einbeziehen. Gerade der letzte Punkt bedeutet zumindest für mich, sich auch mit der Geschichte des japanischen Bogenschießen auseinander zu setzen.

Daher möchte ich den allgemein Interessierten dazu anregen, sich bei einem Japanbesuch auch den Sanjūsangen-dō in Kyōto anzuschauen. Es ist eine beeindruckende Halle, auf deren Veranda die Tōshiya-Wettkämpfe ausgetragen wurden (1606 erstmalig das 24h-Schießen). Um die enorme Distanz von 120 Metern unter dem nur 5,5 Meter hohen Dach bewältigen zu können, war schon eine spezielle Technik (dosha) von nöten. Dazu mussten die Bögen wesentlich stärker und die Pfeile entsprechend tief fliegen. Noch heute kann man im Dachgebälk einen möglicherweise verloren gegangenen Pfeil stecken sehen. Im Tempel selber ist die „Tausendarmige Kannon“ mit entsprechend vielen Statuen ausgestellt. Wer den Blick davon abwenden kann und ab und zu an die Decke schaut, kann aber auch die alten Urkunden der Sieger damaliger Wettkämpfe, mit den jeweiligen Erfolgen und auch dem Alter der Schützen nach lesen. Noch heute wird im Januar eine Präsentation vor Ort geschoßen, sowie zu einem anderen Zeitpunkt ein Enteki-Wettkampf.

Passend für mich persönlich war, dass unmittelbar nach meiner Rückkehr dann das niegelnagelneue Mitgliedermagazin „Zanshin“ mit einem Bericht von Feliks über ein Präsentationsschießen dieser Technik erschienen war.

Mehr Infos unter anderem auf Wikipedia.

Foto: Andrea

(AK)